Bauschäden

Bei der energetischen Sanierung kommt es ohne fachliche Beratung häufig zu Bauschäden durch falsch oder mangelhaft ausgeführte Arbeiten. Gerade im Bereich Wärmeschutz kommt es durch Fehler bei der Dämmung oder falsches Material zu teils erheblichen Feuchteschäden und gesundheitsschädlicher Schimmelbildung. Dies lässt sich meist nur kostenintensiv beheben.

Weitere Fehler sind nicht fachgerechte Wandanschlüsse bei der Montage von Fenster- & Türelementen. Auch diese führen zu Feuchteschäden und Schimmelbildung.

Bei der Dämmung von Wärmebrücken wie Heizkörpernischen, Stürze und Kragplatten kommt es durch falschen Aufbau der Dämmung zur Feuchteschäden und Schimmelbildung.

Viele Bestandsgebäude aus den 1960-1980er Jahren wurden mit ungenügender- oder flasch verarbeiteter Dämmung ausgestattet. Das führte mit der Zeit häufig zu Schäden durch Durchfeuchtung und Schimmelbildung. Vor allem wurde die Dampfsperrfolie in Dachgeschossen oft garnicht oder nur mangelhaft ausgeführt. Dadurch konnte Wasserdampf in die Dämmung eindringen und sich anreichern. Dadurch wird die Dämmung unwirksm und es kam zu teilweise erheblichen Tauwasseraustritten mit hohen Schäden. Diese Problematik kommt leider auch noch heute vor. Durch nachträgliche Arbeiten kommt es nicht selten zur Beschädigung der Dampfsperre. Nach Wegfall der Meisterpflicht gibt es mittlerweile ein große Zahl an nicht oder mangelhaft qualifizierten Kleinbetrieben die aus Unwissenheit heraus grobe Fehler machen.

Häufige Fehler werden im Bereich der Innendämmung von Wandflächen gemacht. Durch eine falsch angebrachte Dämmung wird der Taupunkt (Kondensationspunkt der Luftfeuchte) nach innen verlegt. Vor allem in Räumen mit hoher Luftfeuchte sowie Bereiche zu angrenzend niedrig- oder unbeheizten Räumen und dünnen Außenwänden begünstigen diese Feuchteschäden.

Nicht selten sind es auch Bauteile/Elemente mit mangelhaftem Wärmeschutz. Hier sind besonders Stürze über Fenster und Türen, Bodentreppen, Treppenhäuser zu unbeheizten bereichen, Kragplatten und Heizkörpernischen zu nennen.

Auch in umfassend energetisch sanierten Objekten kann es zu Bauschäden durch Feuchtigkeit kommen. Nach der Dämmung gegen Wärmeverluste, dichte Fenster und Türen kann die raumluftseitige Luftfeuchtigkeit nicht entweichen. Somit kommt es bei unzureichender Belüftung zu Feuchte-Niederschlag und Schimmelbildung. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber Vorgaben für die Belüftung gemacht.
Durch regelmäßige Be- & Entlüftung kann die Feuchtigkeit nach außen entweichen. Das kann z.B. durch den Einbau dezentraler Lüftungsgeräte erreicht werden. Das verhindert nicht nur Feuchteschäden, sondern sorgt auch für ein behagliches und gesundes Wohnklima.

\')