Energieberatung für Wohngebäude

Der Gesetzgeber schreibt dringende Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Bestandsgebäuden durch die Energieeinsparverordnung (ENEV) verbindlich vor. Diese sind durch qualifizierte Energieberater festzustellen.

Der Ablauf

Nach der Beauftragung erfolgt zunächst eine Besichtigung des Gebäudes mit Datenerfassung sowie einer Foto-Dokumentation des Ist-Zustandes.

Nach der Vorort-Besichtung und nachfolgender Datenverarbeitung werden alle bauphysikalisch relevanten Positionen berechnet und in einem Beratungsbericht zusammengefasst. In dem erarbeiteten Beratungsbericht werden alle wichtigen energetischen Mängel dokumentiert und erforderliche Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen.

Umfang und Vorgehensweise bei der Sanierung werden anschließend in Absprache mit dem Hausbesitzer festgelegt. Dabei werden die Maßnahmen - soweit möglich und erwünscht - auf mögliche Förderprogramme gezielt angepasst. Die Durchführung der Maßnahmen kann sowohl in Schritten als auch in einem Zuge erfolgen.

Der Eigentümer entscheidet dann ob die Sanierung in Schritten oder in einem Zuge erfolgen soll. Die Varianten werden entsprechend gestaltet, so dass das Kosten-Nutzen Verhältnis der jeweiligen Variante als Entscheidungshilfe herangezogen werden kann.

Zu jeder Sanierungsvariante wird eine Amortisationberechnung durchgeführt, sodass man die Effizienz der jeweiligen Maßnahme im Verhältnis zu den Kosten betrachtet werden kann. Auch Fördermöglichkeiten werden aufgezeigt, was die Finanzierng des Vorhabens erheblich reduzieren kann.

Anhand dieser Daten kann der Eigentümer seine Finanzplanung für das Objekt angehen. Der Bericht enhält auch Angaben zu Einsparungsmöglichkeiten der jeweiligen Variante. Bei einer Vorort Beratung erfolgt bei Übergabe des Berichtes eine ausführliche Erläuterung des Inhaltes.

Benötige Unterlagen:

Gebäude
  • Ansichten
  • Grundrisse
  • Schnitte
  • Flurkarte
  • Baubeschreibung
  • Wohnflächenberechnung
  • Angaben zu Leerständen
  • Angaben zu den Bewohnern
Heizung
  • Unterlagen des Heizkessels
  • Schornsteinfeger Mess-Protokoll
  • Verbrauchsabrechnung der letzten 3 Heizperioden
  • Stromkosten pro Kilowattstunde der letzten 3 Jahre

Die Unterlagenliste können Sie hier herunterladen

Die Energieberatung wird vom BAFA in dem Vorort Programm mit bis zu 800,- Euro bei 1-2 FH und 1.100 Euro bei 3-4 FH gefördert. Gefördert werden nur Wohngebäude mit Datum Bauantrag bis zum 31. Januar 2002 und der umbaute Raum des Gebäudes seitdem nicht zu mehr als 50 Prozent verändert wurde. Die Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein oder nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen; eine beabsichtigte Nutzungsänderung von beheizten Nichtwohngebäuden zu Wohngebäuden ( Umwidmung) ist möglich. Den Antrag stellt der Energieberater.

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