Der Hydraulische Abgleich

Der hydraulische Abgleich reguliert und optimiert die Strömungswiderstände im Rohrnetz und somit den Warmwasserfluss im Heizkreislauf. Dadurch wird erreicht, dass alle Heizkörper/Heizflächen gleich warm werden. "Die richtige Wassermenge zur richtigen Zeit am richtigen Ort".

Diese Optimierung der Heizung ist für Neuinstallationen (Kesseltausch) und Heizungsmodernisierungen Pflicht. Anlagen im Bestand müssen hydraulische abgeglichen werden, wenn die Heizlast wesentlich gesenkt wird, z.B. wenn Fenster und Haustüren getauscht wurden, bei Dämmung der Fassade WDVS),etc.

Grundsätzlich macht ein hydraulischer Abgleich immer Sinn, da sowohl die Wirtschaftlichkeit der Heizungsanlage als auch die Behaglichkeit durch diese Maßnahme verbessert werden. Die Maßnahme wird auch separat von der Kfw oder dem BAFA mit einem Zuschuss oder im Rahmen einer förderfähigen Maßnahme gefördert.

Der hydraulische Abgleich basiert auf einer Berechnung des Rohrnetzes mittels einer Spezialsoftware. Dazu muss das Leitungsnetz erfasst werden. Die Ergebnisse werden dann an jedem Heizkörper separat eingestellt. Hierzu müssen Thermostatventile mit Voreinstellungsmöglichkeit eingebaut werden. Weiterhin werden auch Hocheffizienz-Umwälzpumpen und ggf. Differenzdruckregler eingebaut. Der hydraulische Abgleich kann an Heizkörper- und Fußbodenheizungen vorgenommen werden.

Im Zuge des hydraulischen Abgleichs muss eine raumweise Heizlastberechnung vorgenommen werden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die vorhandenen Heizflächen ausreichend groß dimensioniert sind. Das ist besonders wichtig bei einem beabsichtigten Umstieg auf Brennwerttechnik.

Bei der Angebotseinholung ist darauf zu achten, dass der hydraulische Abgleich enthalten ist. Nach Abschluss der Maßnahme muss der Fachbetrieb der Schlussrechnung das Nachweisformular für den Abgleich beifügen. Das Formular können Sie hier beim Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ herunterladen.

In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich können zusätzliche Investitionen und Optimierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen gefördert werden. Dabei handelt es sich um die Anschaffung und die fachgerechte Installation von:

- voreinstellbaren Thermostatventilen
- Einzelraumtemperaturreglern
- Strangventilen
- Technik zur Volumenstromregelung
- Separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Benutzerinterfaces
- Pufferspeichern
- die professionell erledigte Einstellung der Heizkurve

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