Nachrüstpflichten

Anlagentechnik

Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und bis zum 31.12.1984 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Heizkessel, die 1985 oder später eingebaut oder aufgestellt wurden dürfen nach Ablauf von 30 Jahren - ab 01. Januar 2015 - nicht mehr betrieben werden. Die bereits bestehende Austauschpflicht für Heizungen, die vor dem 1. Oktober 1978 aufgestellt wurden besteht weiterhin.

Ausnahme

Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur - Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als 4 Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.

Rohrleitungen

Bisher nicht gedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, müssen wärmegedämmt werden. Die Nachrüstverpflichtungen wurden bei den untersuchten Maßnahmen berücksichtigt. Eigentümer von Gebäuden müssen dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind.

Thermostatventile

Seit 01. Mai 2014 müssen alle Heizkörper über Thermostatventile verfügen.

Regelung Zentralheizung

Eigentümer von Gebäuden müssen ihre Zentralheizungen mit zentralen, automatischen Einrichtungen zur Verringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Ausschaltung elektrischer Antriebe ausstatten. Diese müssen funktionieren abhängig von der Außentemperatur oder einer anderen geeigneten Führungsgröße und der Zeit.

Dämmpflicht – oberste Geschossdecke/Dach

Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, begehbare und nicht begehbare aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 W/(m²·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend gedämmt ist. Die Dämmung muss bis 31.12.2015 erfolgt sein.
Ausnahme: Die erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen können nicht innerhalb einer angemessenen Frist erwirtschaftet werden.

Ordnungswidrigkeiten - erheblich erweitert

  • Bis zu 50.000 Euro Bußgeld können folgende neue Tatbestände nach sich ziehen: alte Heizkessel trotz Betriebsverbot nutzen; ungedämmte Leitungen nicht wie gefordert isolieren; oberste zugängliche Geschossdecke, die nicht der Baunorm entspricht nicht pflichtgemäß dämmen.
  • Bis zu 15.000 Euro Bußgeld drohen wenn ein Verpflichteter vorsätzlich oder leichtfertig: den Energieausweis bei Verkauf oder Neuvermietung nicht wie gefordert übergibt oder vorlegt, oder wenn er die Pflichtangaben in kommerziellen Anzeigen nicht veröffentlicht. Diese Ordnungswidrigkeit tritt ab 1. Mai 2015 - in Kraft.
  • Bis zu 5.000 Euro Strafe können anfallen wenn ein Sachverständiger die zugeteilte Registriernummer nicht einträgt oder die Unterlagen und Daten für die Stichprobenkotrolle nicht wie gefordert übermittelt.
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